9 Kommentare zu “Gedanken über die „Ich“ Illusion..

  1. Liebe Isabella
    meine Antwort kommt leider spät, aber sie kommt doch noch.
    Dein Beitrag den Du mir geschickt hast, das sind im wesentlichen auch meine Erfahrungen und Erkenntnisse. Zu dem Vorschlag, wenn wir von Ich sprechen nur den Namen zu nennen, wäre eine Möglichkeit als Hilfsmittel, aber das Ich ist nicht so blöd und wird sich sehr schnell, darauf einstellen. Auch unter dem Namen bleibt „Ego“ Ego. Besser ist; sich immer des „Ego“ bewusst sein und bewusst im Hier und Jetzt leben. Dankbar sein für alles was ich bekommem. Wer dankbar ist, kann im Moment der Dankbarkeit, nicht Egoistisch denken und handeln.
    Liebe Grüsse zentao
    PS. Schick mir doch Deine Blogadresse oder Webadresse, wo ich Deine Texte lesen kann.

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  2. Sehr interessant und Isabellas Beitrag ist eine wunderbare Ergänzung zu dem vorher Geschriebenen.
    Wenn ich ein Ziel im Leben habe, die Entwicklung von Gerechtigkeit und Frieden in der Welt, dann werde ich alles mögliche tuen um dieses Ziel zu erreichen.
    Dazu brauche ich einen starken ausgeprägten Willen und Geist. Diesen Willen zu mehr Gerechtigkeit und Frieden in dieser Welt zu entdecken und zu stärken scheint mir eine lohnende Aufgabe, das sogenannte negative „Ich“ aufzugeben. Dafür gibt es alltäglich genügend Übungsfelder. Die eigene Liebe in sich und in dem Anderen zum Leben zu entdecken ist notwendig.

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  3. Ich als Illusion

    Wer bin ich, was will ich, was macht mich glücklich, was ärgert mich?
    Wir sind so fest mit diesem ICH verbunden, dass wir uns immer wieder darin verstricken, wir, unser ICH soll glücklich sein, soll perfekt sein, unser ICH wird getadelt, manchmal hassen wir uns, weil unser ICH nicht so gehandelt hat wie unser Ego es gerne gehabt hätte, wir stehen uns selbst im Weg, verstricken uns immer wieder in Gedanken und Gefühlen, die wir dann manifestieren und so beginnt der Kreislauf wieder: Wir tadeln uns, können uns nicht leiden weil wir dies oder jenes noch nicht können, noch nicht sind. Wir suchen nach Ganzheit, nach Perfektion, entweder geben wir irgendwann entnervt auf, weil unser ICH es nie wird recht machen können, oder wir machen immer weiter und weiter, in der Hoffnung, dass wir doch noch irgendwann das erreichen, was wir erreichen wollen.
    Wir geben uns einem Katz und Maus Spiel hin, das bis in die Unendlichkeit dauern wird.

    Was ist unser ICH? Wer oder was bin ICH? Warum mache ich so viele Fehler, was will ICH?

    Als Kind sind wir noch nicht mit unserem ICH verstrickt, wir sagen nicht, ICH will dies oder jenes, ich bin traurig etc. Wir sagen „unseren Namen, oder etwas, was so wie unser Name klingt“ hat dies oder jenes, ist so oder so.
    Probier es doch mal aus, sage nicht mehr ICH bin traurig, sondern „Dein Name“ ist traurig.
    Nicht ICH bin Dir böse, sondern „Dein Name“ ist Dir böse.
    Wie fühlt sich das an, wie empfindest Du dies?
    Ist da nicht mehr Distanz da? Ist es nicht einfacher, über jemanden zu sprechen, damit Du Dich nicht selbst darin verstrickst?

    Was bist DU?

    Du identifizierst Dich mit Deinem ICH, das jedoch gar nicht als etwas eigenständiges existiert.
    Du kommst als vollkommene Seele auf die Welt, Du bist im wahrsten Sinne vollkommen und rein. An Dich als Seele wir nie etwas schlechtes, negatives oder böses herankommen, denn Du bewertest und urteilst nicht, Du bist nur, reine göttliche Liebe.
    Nicht die Seele verstrickt sich hier in tausend Dingen, sondern Dein anderes ICH, Dein Körper, Deine Gedanken, Deine Gefühle, Dein Handeln.
    Die Seele wohnt nur in dieser Hülle, Dein Verstand, Deine Gefühle sind nicht Deine Seele, die Seele macht nur Ihre Erfahrungen in diesem Körper, nicht mehr und nicht weniger.
    Wenn Du also traurig bist, dann hat das nichts mit unserer Seele zu tun, sondern „Dein Name“ ist traurig. „Dein Name“ fühlt sich verloren, „Dein Name“ fühlt sich einsam, „ Dein Name“ fühlt sich nichts wert.
    Und nun versuche ab jetzt das Wort ICH aus Deinem Vokabular zu streichen, Du hast einen irdischen Namen, mit dem Du Deine Erfahrungen machen kannst, mit Dir als Seele hat das nichts zu tun, Ihr haftet nichts an, nur Dir, Deinem Verstand, Deinen Gefühlen, Deinen Gedanken, das was Du als ICH selbst gebastelt hast.
    Versuche mal einen Tag lang nicht zu werten, das ist ganz einfach, wenn Du nur Zuschauer bist vom ganzen, Du musst Dich nicht verteidigen, denn Dich greift niemand an, Deine Seele kann nicht angegriffen werden, nur Dein Ego, Dein Verstand.
    Du bist ab jetzt Zuschauer, und wenn Du verletzt bist, traurig, müde oder einsam, sage Dir nicht ICH bin einsam, sondern „ Dein Name“ ist einsam. Es wird Dich dann nicht im tief im Herzen berühren, Du wirst Dich dann nicht darin verstricken und Dich schlecht fühlen, sondern Du nimmst es nur noch wahr, akzeptierst es und gehst weiter.
    Versuche es, Du wirst Dich verändern, wirst Dich viel freier fühlen, musst Dich nicht mehr darin verstricken. Du bist wahre LIEBE, jeder Mensch macht seine Erfahrungen im Leben, aber nicht was Du von Außen her wahrnimmst ist das wahre ICH, Du siehst auch nur seine Fassade, nicht er kann Dich verletzen, sondern seine Gefühle, Worte etc und dies auch nur, weil er bestimmte Erfahrungen bis jetzt gemacht hat, die diese Gefühle und Worte schlussendlich verursachen. Er als Seele kann Dich niemals verletzen. Deshalb lasse seine Worte und Gefühle bei Ihm, nimm sie nicht auf Dich, schau dahinter, werde Dir bewusst es ist nicht sein wahres Handeln, denken etc. sondern das Handeln und Denken von Herr oder Frau so und so, die genau so wie Du auch Ihre Erfahrungen auf diesem Planet machen.
    Liebe Dich, Dein wahres ICH; Deine Seele, Du brauchst nicht all Deine Fehler zu lieben, die ja nur durch Deine Erfahrungen entstanden sind, es wird nicht verlangt, dass Du alle Verstrickungen lieben sollst, Du sollst diese nur annehmen, akzeptieren, und verstehen, dass Du ohne diese Schritte nie hier angekommen wärst, wo Du jetzt stehst.
    Liebe Dich als Ganzes, das ist doch viel einfacher, als wenn man all seine Verstrickungen lieben soll, oder? Erkenne, was Du wirklich bist, wer Du wirklich bist, nicht Dein Ego, nicht Deine Gefühle, nicht Deine Gedanken, sondern Dein wahres, vollkommenes und reines Selbst. Liebe es von ganzem Herzen, akzeptiere auch, dass Du die Erfahrungen machen musstest, nehme es an und Du wirst frei!
    Du bist LIEBE, Du bist Grenzenlos, Du bist alles was Du brauchst, DU BIST.

    In Liebe und Demut,

    Isabella

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  5. Hallo Zentao,

    auch „mich“ beschäftigt die sache mit dem „ich“ und dem „ego“… dies ist auch ein grund warum mein pseudonym yinyangmen lautet … nur gehe ich inzwischen einen schritt weiter, indem ich sage das ich ist absolut notwendig und keineswegs ein „übel“ denn bist du nicht du wer bist du dann und wozu bist DU DANN überhaupt hier? Bist du hier um die überICHS zu ernähren? eckhart tolle trifft schon so manche tolle aussage 😉 nur ist er auch nur ein ich – und kein überIch 😉 , wenn das „allesSEIN“ das ICH nicht bräuchte – würde dann das „ich“ noch gebraucht? würde es dann sich noch manifestieren? was wärst du ohne das ich? du bist du und ich bin ich! dualität! sammlung von erfahrungen aus verschiedenen sichtweisen! erkenntniss! ich glaube mittlerweile wirklich, über 90% der Menschen haben „verlernt“ (zwangsverlernt) IHR ICH zu leben und leben damit mindestens 90% an ihrem SEIN vorbei, für das sein anderer! … (…) [Dies wäre auch mal eine Ausführung in meinem Blog wert …]

    liebe grüße
    YYM

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  8. Hallo,

    nochmals vielen Dank für Deinen ermutigenden Kommentar in meinem Blog vor einigen Tagen.
    Als ich obigen Beitrag las, dachte ich, dass Dich vielleicht das Label „Pierre Stutz“ in meinem Blog reizen könnte. Es geht darin um christliche Mystik, vielleicht ein Thema, das Dir auch etwas geben könnte. Nur mal so als Anregung. (Allerdings sollen noch einige weitere Texte in dieses Label, es ist noch nicht ganz fertig.“)

    Liebe Grüße,
    Astraryllis.

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