3 Kommentare zu “Mass halten

  1. Lieber Zentao,

    klasse geschrieben und coole Botschaft. Das rechte Maß zu finden ist bestimmt nicht leicht und wie Du die Welt des Überflusses einführst, um der inneren Maßlosigkeit ein Urvertrauen entgegenzustellen, dass jetzt nicht alles zusammengerafft werden muss, als ob morgen der Krieg kommt, sondern, dass wir den Moment maßvoll berühren können, weil immer, wirklich immer genug da sein wird.

    Klasse Post. Cul8ter…

    Rainer

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  2. Liebe Claudia
    der Beitrag war eigentlich nicht als Appell geplant, mich hat das Wort masshalten fasziniert und was bedeutet, dieses Wort wirklich, dass der Ton gegen die da oben, vielleicht etwas hart ausgefallen ist verwundert nicht, wo doch die Presse, wenig positieves zu berichten weiss. Seit der Mensch, Mensch geworden ist, verbraucht er Ressourcen, dieser Welt und lebt über seine Verhältnisse. Das war aber bei den Dinosaurier auch so, und genau so werden wir eines Tages von dieser Welt verschwinden. Ausser wür Menschen sind lernfähig, was ich selber auch bezweifle.
    Liebe Grüsse zentao

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  3. Wenn diese Apelle etwas helfen würden, wäre ich froh und würde jeden Tag einen veröffentlichen! Leider ist dem nicht so, sondern die Mehrheit wird sogar der Meinung sein: ICH halte doch durchaus Maß, achte auf die schlanke Linie, fahre nur einmal in Urlaub, habe kein Zweitauto und esse weniger Fleisch… (etc. usw.).

    Das subjektive Empfinden vermittelt keinen realistischen Eindruck von der uns so selbstverständlichen „Völlerei“ in 1000 Gestalten. Es geht hin bis zu einer neuen Art unbewusstem Bio-Kolonialismus: alles soll natürlich bio, so natürlich und gesund wie möglich sein – und ein Joghurt, das nur (gleich schmeckende) Aromen aus Sägespänen statt echte Erdbeeren enthält, gilt uns als böse vErbraucherverarschung. Aber wo um Himmels Willen sollten denn auf diesem Planeten Erdbeeren für die Massen Erdbeer-Joghurt angepflanzt werden, die wir so verschlingen? Jetzt gerade wurde Stevia als Zuckeralternative endlich zugelassen – die Bio- und Gesundheits-Szene jubelt, denkt aber nicht daran, was das für den künftig massiv steigenden Flächenbedarf in den Herkunftsländern und die dortige Umwelt bedeutet.
    Nur mal so als zwei von Millionen Beispielen…

    Weiter erleben wir die geradezu TRAGISCHE Situation des Wachstumszwangs, den unsere Art zu Wirtschaften und mit Geld umzugehen, offenbar zu ihrem Funktionieren erfordert. Würden wirklich breite Kreise „Maß halten“. ginge es allen schlechter, die Wirtschaft stagniert, Arbeitslosigkeit steigt etc. usw.

    Wir sind in diesem Teufelskreis gefangen, dessen nurmehr knirschendes Weiterlaufen unter sich eilig verschlimmernden Bedingungen man offenbar wollen muss, weil der Ausstieg unvorstellbar ist – so im Konkreten. (Abstrakt lässt sich leicht sagen: Macht halt mal ein anderes Geld, Schluss mit Zinsen etc.- – oder was derlei Ein-Punkt-Weltrettungsvorschläge mehr sind). Und es sind ja auch UNSERE Politiker, die es vorziehen, ein wenig mehr Wohltaten per Schulden zu verteilen, als härtere Verteilungskämpfe aushalten, gar moderieren zu müssen. Deshalb ist es mit Schuldzuweisungen an „die da oben“ nicht getan.

    Ja, die Natur ist verschwenderisch – aber ihr ist es auch komplett egal, wenn einzelne Arten sterben, die sich in einer Nische verrannt haben. Und wir mit unserer gelobten Großhirnrinde sind offenbar nicht im Stande, Vernunft walten zu lassen, wenn es ums große Ganze geht – zu zersplittert sind unsere Interessen, zu beschränkt unsere Loyalitäten, die nicht mal ein geeintes Europa ertragen mag.

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