7 Kommentare zu “meine alltäglichen Süchte

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  2. @Gerhard
    Solange es eine alltägliche Gewohnheit ist, die niemandem schadet ist es auch keine Sucht, erst wenn die Person unter diese alltäglichen Gewohnheit zu Leiden beginnt und der Körper ohne nicht mehr sein kann, dann ist es Sucht. Sucht muss nicht sein, es geht auch ohne. Du hast schon recht, kämpfen gegen eine Sucht bewirkt eher das Gegenteil. Man kann auch mit der Sucht leben, das geht ganz gut. Ja wir sind alles Süchtige, auf irgend eine Art und Weise. Wie schon gesagt, es wird erst ernst, wenn wir darunter Leiden.
    Liebe Grüsse zentao

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  3. Ich bin sehr im Zweifel, wie offenbar auch Claudia, daß Sucht nicht so einfach zu definieren ist als eine Konsequenz aus zu wenig erhaltener Liebe. Diese Modelle greifen nicht wirklich.
    SUCHT gehört zum Menschsein dazu, nur die Süchte sind verschieden. Nennen wir es einfach eine Laune der Natur.
    Seit geraumer Zeit kämpfe ich nicht mehr gegen Süchte. Aber: Süchte sollten mich nicht völlig einnehmen, sonst wird es ernst und Gerhard muß was dagegen tun. Aber sonst?

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  4. Liebe Claudia
    es ist nicht so, dass ich nicht diskutieren will, es ist nur so, dass ich, alle die Gelüste auch habe, den Zucker habe ich im Moment, etwas im Griff, und den Espresso, geniesse ich im Moment mit 1 bis 2 pro Tag.Vor vielen Jahren habe ich geraucht und das nicht wenig. Nach dem rauchen habe ich das Nikotin einfach mit Koffein ersetzt und da zu Unmengen von allerlei Kleingebäck. In Sachen Suchtgefärdung, bin ich bei mir selber, sehr wachsam.
    Zur Zeit bin ich wieder intensiv an der Entsäuerung meines Körpers zu arbeiten. Ich bin nicht mehr 20 und ich möchte doch relativ gesund alt werden.
    Vielleicht hast Du diesen Beitrag bei mir auch einmal gelesen.
    Stopp! Die Umkehr des Alterungsprozesses
    meine Erfahrungen mit “Stopp die Umkehr des Alterungsprozesses”
    Liebe Grüsse Erwin

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  5. Schade, du zeigst mir, dass du keine Lust hast, auf das Thema näher einzugehen – aber dennoch lässt du als guter Blogger eine Resonanz nicht vermissen. Kenne ich, so gehts mir auch manchmal und ich mach es dann ähnlich…. Stimmung pflegen, inhaltlich ignorieren.

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  6. Ich beginne jeden Tag mit einer Kanne Milchkaffee aus Espresso und Sojadrink. Müsste ich darauf verzichten, wäre das unangenehm, nicht mal Tee ist für mich ein befriedigener Ersatz. Sollte der aus heutiger Sicht äußerst unwahrscheinliche Fall eintreten, dass ich an den Kaffee nicht mehr komme (kein Geld, der Warenstrom stockt etc.), so wäre das eine Woche schlimm, dann hätte ich mich aber angepasst.

    WARUM sollte ich also den Espresso weglassen? Gesundheitlich ist Kaffee gegenüber früher mittlerweile deutlich rehabilitiert worden. Und in meiner Milchkaffee-Mischung eh nicht so stark.
    Ist meine „Kaffee-Sucht“ ein Zeichen von zuwenig erhaltener Liebe? Erscheint mir nicht stimmig, es ist ein Wachmacher, an den ich mich gewöhnt habe.

    Wenn ich eine Woche lang Lust habe, um die Mittagszeit einen glasierten Berliner Pfannkuchen aus leerem Weissmehl, Zucker und Industrie-Marmelade zu verfuttern, dann mache ich das mittlerweile einfach. Denn in der zweiten Woche ist es dann vorbei, Verbiete ich mir aber den Berliner aus „Gesundheitsgründen“, bleibt er lange lange ein Objekt der Begierde, immer wenn ich zum Bäcker komme. Im übrige wäre er nicht durch „Liebe am Mittag“ (sei sie romantisch oder sexuell) zu ersetzen – das ist eine ganz andere Ebene von Bedürftigkeit und Lust auf Lust.

    Mein Wunsch ist es nicht mehr, sämtliche Abhängigkeiten zu vermeiden. Wir sind alle voneinander und vom Funktionieren von Staat und Wirtschaft abhängig – ebenso von nahen und fernen Mitmenschen, was das Gefühl, geliebt, gebraucht, geachtet zu werden, angeht. Dagegen ist der morgendliche ´Kaffee für mich eher Pipifax!

    Sei nicht sauer. dass ich ein bisschen wider den Stachel löcke. Manchmal ist mir all dieses „für die Gesundheit leben und sich selbst optimieren“, das aus allen Kanälen schreit, einfach zuviel des „gut Gemeinten“. Ich lebe nicht für meine Gesundheit und werde an den Krankheiten, die ich mir durch meine frei gewählte Lebensweise zuziehe, sterben. Das erscheint mir stimmiger, als fortwährend zu versuchen, anders zu leben und mir unzählige Genüsse zu versagen.

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