9 Kommentare zu “Abhängigkeit im Internetz

  1. Liebe Claudia
    wie schon gesagt, finde ich dass Du auf dem richtigen Weg bist. Das „verlangsamen“ ist schon der halbe Weg und das “ das ist alles nicht sooooooo wichtig! “ gehört auch dazu. Was Du noch ein wenig brauchst, ist: „etwas mehr Distanz zu den Dingen“ die Dir wichtig sind. Das heisst, das alles nicht so wichtig nehmen, Du musst da nicht raus, das was Dir wichtig ist, wie von aussen betrachten und Dich selber nicht all zu wichtig nehmen. Schlussendlich ist alles nur eine Illusion, auch das Internet ist nur Virtuell und alle Themen verändern sich dauernd.
    Sollte ich Dir etwas zu nahe getreten sein, so bitte ich um Entschuldigung.
    Liebe Grüsse zentao

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  2. Liebe Claudia
    ich finde Du siehst vieles richtig – Genau das ist das Problem, dieses sich nicht, über seine Situation bewusst zu sein. Leider läuft unser Leben, fast nur noch über unseren Verstand und und wir Leben in der Vergangenheit und Zukunft und wichtig ist nur noch was wir alles haben könnten und das was uns fehlt. Wir leben in einem dauernden haben wollen. Freiwilligkeit ist auch nur so ein Wort, viel wichtiger wäre, die Frage: „brauche ich das? Uns hilft mir das? Und wem nützt das und wem Schade ich, was für einen Einfluss hat mein Verhalten auf die Welt.
    Liebe Grüsse Erwin

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  3. @ursulaortmann @Zentao: ja, das „erwarten“ war unangemessen – und ich hätte es zudem anders ausdrücken sollen: eher ein „hoffen auf….“, Vielleicht ist es ja wirklich so, dass jemand, der viele Jahre ZaZen praktiziert, sich gar nicht in diesem Dillema fühlt?

    „Die Frage ist doch, warum will man irgendwo raus, wo einem so viel geboten wird?“

    Bzw, „wo man soviel machen kann“ – für mich die größere Verführung. Bleibe ich „draußen“ (was ich ja durchaus tue, wenn ich z.,B. Sommers viel im Garten bin), verzichte ich auf die Verwirklichung verschiedenster Vorhaben, bzw. verlangsame diese erheblich. Dagegen kann ich angehen, indem ich mir sage: das ist alles nicht sooooooo wichtig! Trotzdem fühlt es sich eher so an, dass ich eben nicht „raus wollen“ kann und viel zu gerne „drin“ bin – quasi „am Cockpit der Macht“.
    Ach, ein schwieriges Thema!

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  4. Zitat: „Aber von einem ZEN-Schüler erwarte ich mir mehr …“
    Das ist wahrscheinlich der springende Punkt. Man erwartet von anderen …..
    Dabei geht es doch um unsere Wünsche und Vorstellungen, auch wenn wir im Netz unterwegs sind. Sucht kommt von suchen. Auch die Internetsüchtigen suchen etwas, was sie im realen Leben nicht erhalten. Und wenn ich von einem anderen erwarte, mir das zu geben, was ich mir vorstelle, bin ich noch in alten Mustern verstrickt. Dann kommt es auch zu den üblichen Auseinandersetzungen in den Foren, die auf Verletzlichkeit und Unverstandensein beruhen.
    Wenn ich sage: „Ich erwarte von dir … “ dann ist das auch Kritik, die von sich selber ablenken will. Die Frage ist doch, warum will man irgendwo raus, wo einem so viel geboten wird?

    Liebe Grüsse
    Ursula

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  5. Es ging mir nicht um die Internet- oder sonst eine spezifische Technik-Nutzung. Sondern um die Entwicklung des GANZEN, der Welt und unser relativ bewusstloses Mitmachen.

    Bewusstlos deshalb, weil wir unsere Bewertungen am individuellen Glücksgefühl festmachen – bzw. an einer errungenen Zufriedenheit und Souveränität. FREIWILLIGKEIT ist in Wahrheit kein Maßstab mehr, wo mein Wille und mein Wunsch lange schon in die herrschenden Produktions- und Konsumprozesse eingebunden ist – GERADE mit dem Argument der Freiheit zur Selbstverwirklichung, die immer neue Produkte und Dienstleistungen braucht. Damit da WACHSTUM ist…

    Ich weiß auch nicht, wie da raus,
    Aber von einem ZEN-Schüler erwarte ich mir mehr als den Rekurs auf „Freiwilligkeit“,

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  6. Wer abhängig ist, der ist oft selber schuld und muss an der Situation etwas ändern. Deine Einstellung gefällt mir auch ich möchte nicht auf die Annehmlichkeiten unserer Zeit verzichten. Die Frage für mich lautet nur;“wie viel davon brauche ich wirklich.
    Liebe Grüsse zentao

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  7. Ich finde das Internet klasse und bereichernd. Ich bekomme schnellstens die Auskünfte, die ich haben möchte. Ich kann meinen Wissensdurst stillen, bekomme die schönsten Bilder, Gedichte, Sprüche frei Haus geliefert, worin meine Seele baden kann. Ich kann mich mit anderen austauschen, ohne gebunden zu sein – nicht verpflichtend – entweder bin ich da oder nicht. Ich kann – so wie jetzt – kurz vor dem Zubettgehen schauen, wer noch was Nettes gepostet hat, brauch weder fahren noch mich umziehen. 😉

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  8. wir sind immer von etwas abhängig! zu sagen „von etwas abhängig zu sein“ enthält eine wertung! ich fühle mich nicht mehr abhängig vom internet, wie von vielen anderen dingen… von sonne, luft, essen, liebe, nähe und von hunderten, tausenden dingen, die ich nicht selbst herstellen kann und will und zum glück auch nicht brauche. noch leben 80% der menschheit direkt von der arbeit in der landwirtschaft und ich hab sogar noch gelernt, wie man einen garten anlegt, hab kartoffeln selbst in die erde gelegt und im herbst gerodet, kann kühe pflegen und melken und trotzdem geniesse ich die abhängkeit vom supermarkt heute und beklage sie nicht…

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