5 Kommentare zu “Gebet

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  2. Das sehe ich auch so, nur mag ich das Wort Gott nicht. Deine Benennung „das All-Eine“ gefällt mir auch sehr. Ich persönlich nenne es „das Namenlose“ Gebet ist für mich auch die Meditation, denn erst wenn ich still werde, und meine Gedanken weniger werden, kann ich meine innere Stimme hören. Für mich ist auch klar, dass wenn ich im Alltag richtig handle,im Augenblick bin, dann wird auch der nächste Augenblick richtig sein. Das meiste sehe ich ähnlich wie Du, nur formuliere ich es etwas anders.
    Liebe Grüsse zentao

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  3. Liebe Claudia
    Das mit dem Bodhisattva ist eine Form des glauben, eine schöne Geschichte, nicht mehr. Mit dem Titel Bodhisattva werden Menschen, die in ihrem Leben gutes getan haben, geadelt.Buddha sind wir alle, es ist nur eine Frage, ob wir dieses Leben. Solange ein Gebet aus Worten und Wünschen besteht, hat es eigentlich keine Bedeutung. erst wenn der Mensch still wird, kann er seine innere Stimme hören. Du kannst mir glauben, wenn das ICH still wird, bleibt da kein Raum für Ignoranz. Es ist wie mit allem, wenn man urteilen will, so muss man sich zuerst mit dem Thema auseinander setzen.
    mögest Du glücklich und zufrieden sein..
    Liebe Grüsse zentao

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  4. „Das soll ein Mensch sein, der die höchste Buddhaschaft erreicht hat und an Stelle ins Nirvana einzugehen, sich entschliesst, sich wieder in diese Welt zu inkarnieren um allen Menschen zu helfen, auch die Erleuchtung zu erreichen.“

    Ja, eine „schöne Idee“ – aber noch besser, bzw. wirkungsmächtiger wäre sie, würde sie nicht allein am Erreichthaben der höchsten Buddhaschaft festgemacht. So kann nämlich jeder sagen: davon bin ich noch weit entfernt…

    Und so gehen wir vielfach ins Wellness-Nirvana ein oder streben immer weiter nach „mehr“ – anstatt das weitere Streben dem Wohl aller Wesen zu widmen.

    Von daher kann ich nachvollziehen, dass sich sinnvolle Gebete an einen „großen Anderen“ richten:

    „Herr, befreie mich von der Ignoranz, die mich im Alltag über die Leiden der Anderen hinweg sehen lässt…“

    Man ist ja mit dem „Ich“ identifiziert, braucht also irgend etwas/jemand außerhalb dieses Ichs, um sich aus diesem Sumpf zu ziehen.

    Das „Mögen alle Wesen glücklich sein“ lässt mich vergleichsweise unverbindlich außen vor,.,,,

    (Nicht, dass ich an einen Gott glaubte – aber ich verstehe, warum der westliche/nah-östliche Geist sich mit einem solchen leichter tut)

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  5. Lieber zentao,

    danke für deine anregenden Beitrag und dass ich mir noch einmal Gedanken über das Thema Gebet machen konnte. 😉

    Ich habe etwas überlegt, ob ich es hier schreibe, denn ich bin über deine ersten Zeilen gestolpert. Du schreibst: „Was mich am Gebet am meisten stört, ist das anstelle von Eigenverantwortung, die Hoffnung auf einen imaginären Gott gerichtet wird ohne zuerst zu versuchen, das Problem selbst zu lösen. An wen richte ich den, dieses Gebet, wenn ich bete?“

    Für mich ist das die alte (kirchliche) Idee, die Art, die wir jahrhundertelang hier im Westen praktiziert haben, die sich jetzt langsam auflöst.

    Ich sehe das Gebet als etwas, wo ich in Verbindung mit dem All-Einen gehe, wovon ich ein Teil bin. Ich sehe mich nicht abgetrennt und Gott da oben oder da draußen.
    Es ist ein Gespräch mit allem, was ist. Also auch mit mir.

    Ich sehe das, worum ich bitte, schon als gegeben an. Ich bin dankbar für das, was da ist, ich bedanke mich bereits für das, was ich erbitte. Und das ist ein Teil der Arbeit, der Problemlösung.

    Die Arbeit, den Boden vorzubereiten, indem ich ganz praktisch und irdisch meinen Teil der Arbeit leiste (zum Beispiel mein Auto abzuschließen, damit es nicht gestohlen wird oder vor die Tür zu gehen, wenn ich neue Freunde finden will), ist für mich selbstverständlich und gehört dazu.

    Herzliche Grüße,
    Irene Dietrich

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