26 Kommentare zu “heilig oder nicht heilig ?

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  2. @phra michael

    Es sicher ein Fehler, das Augenmerk ausschließlich auf eigene Verletzungen zu lenken. Davon war jedoch ausdrücklich überhaupt nicht die Rede. Die Rede war von den Verletzungen Anderer – ihnen gegenüber nicht blind zu sein sondern sie nachzuvollziehen, das nennt man Mitgefühl. So lernt man dann auch, ggf. eigene Verletzungen wahrzunehmen und ANGEMESSEN damit umzugehen. Dann entsteht aus dieser Wahrnehmung eigener Verletzungen auch kein Hass, sondern der Wille, zu heilen.

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  3. @ SoGen: „und es sind die Verletzungen, auf die wir unser Augenmerk richten sollten, nicht die Nicht-Verletzungen“ – genau DAS ist der Fehler! Denn solange wir auf unseren Verletzungen herumreiten, tragen wir Hass in unseren Herzen.
    „Hass wird niemals durch Hass überwunden in dieser Welt –
    Hass wird nur durch Liebe überwunden;
    dies ist ein ewiges Gesetz“
    (BUDDHA – „Dhammapada“)

    Mit METTA
    Phra Michael

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  4. Guten Tag SoGen Ralf Boeck
    Es tut mir leid, wenn ich Ihre Gefühle verletzt habe, das war nicht meine Absicht. Das mein Beitrag soviel ausgelöst hat hat mich ganz überrascht. Ich verstehe durchaus das Menschen, welche die Lehre von Buddha als Religion leben, sich durch diese Aktion verletzt fühlen. Es war ja die Idee meines Beitrages bei meinen Lesern, diese Aktion in Berlin zur Diskussion zu stellen. Ich selber lebe Zen durchaus ernsthaft, im Alltag – aber nicht als Religion.
    Auch wenn ich verstehe, dass Sie als Sprecher der DBU so reagieren mussten, doch ein Aufruf zu mehr Gelassenheit und Verständnis und etwas mehr Humor, auch für die Provokateure wäre meiner Meinung Wirkungsvoller gewesen.
    Der Kommentar von Phra Michael spricht für mich aus dem Herzen
    Liebe Grüsse zentao

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  5. Werter zentao,
    Sie scheinen einem Missverständnis zu unterliegen. Die beiden offenen Briefe und die Erläuterung dazu (28. Mai 2013 22:22 Uhr und 29. Mai 2013 08:58 Uhr) sind nicht Ausdruck „meiner Meinung“. Sie sind die Stellungnahme des Rates der DBU. Insbesondere berücksichtigt diese Stellungnahme auch die Empfindungen asiatischer Migranten und Touristen, die mit diesem „Kunstwerk“ konfrontiert werden. Dahinter steht dieselbe Motivation, die auch die ehrw. Tenzin Wangmo veranlasst, sich auf den Viktualienmarkt zu stellen und sich dort stellvertretend für die Stadt München bei den Menschen zu entschuldigen, die diese Aktion als respektlose Missachtung Buddhas und seiner Lehre empfinden.

    Möglicherweise mag Ihre Meinung ja richtiger, abgeklärter, „buddhistischer“, erleuchteter oder was auch immer sein als die Meinung von Buddhisten, die sich daran stoßen, dass die Stadt München eine solche Aktion finanziert. Ich weiss es nicht, ich erlaube mir darüber kein Urteil. Wenn Sie und Andere sich durch diese Aktion nicht verletzt sehen – schön für Sie. Bei anderen Menschen ist dies Fall; und es sind die Verletzungen, auf die wir unser Augenmerk richten sollten, nicht die Nicht-Verletzungen. Für jemanden, der sich nicht verletzt fühlt, ist es doch etwas billig, Aufgeschlossenheit und Toleranz von denen zu fordern, die sich verletzt fühlen. Noch billiger, ihnen engstirnige Intoleranz und Dogmatismus vorzuwerfen, wie Sie es leider tun.

    Meine Aufgabe als Sprecher der DBU jedenfalls ist es, auf solche Verletzungen hinzuweisen und der Kritik daran Ausdruck zu geben – und nicht meiner persönlichen Meinung. Was diese „meine Meinung“ angeht, so verweise ich auf mein letztes Posting (29. Mai 2013 10:44 Uhr). Sie ist mir im Übrigen weniger wichtig als Ihnen Ihre Meinung zu sein scheint – anders als Sie jedenfalls habe ich über ich über die Aktion „Made in Dresden“ keinen Artikel auf meinem Blog veröffentlicht.

    Herzliche Grüße,
    SoGen

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  6. Lieber Phra Michael
    ich Danke Dir, nach all dem Dogmatischen Geschrei das sich hier breitmachte, tun Deine weisen und verzeihenden Worte gut – Du sprichst mir aus dem Herzen.
    Liebe Grüsse zentao

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  7. Guten Tag SoGen Ralf Boeck
    Nochmals Danke dass sie Ihre Meinung über diesen, eigentlich wirklich schönen Buddha hier in meinem Blog ausleben. Doch bin ich in keiner weise Ihrer Meinung. Ich bin seit 20 Jahren auf dem Zen Weg und habe der Lehre von Buddha einiges zu verdanken.

    Beim schreiben meines Beitrages ist mir die Geschichte von dem Mönch der in eine kalten Nacht die Holz Buddhas verbrannte in den Sinn gekommen und habe sie aus meiner Erinnerung nieder geschrieben. Die Geschichte habe ich übrigens im Buch von Lama Aanagorika Govinda Der Weg der weissen Wolken gelesen, so meine Erinnerung.

    Ich danke Ihnen für Ihre Erklährungen die Geschichte ist sehr schön.
    Ich persönlich finde Ihr nehmt da alles viel zu Ernst, es ist ja wirklich alles vergänglich. Erst Eure Entrüstung macht das ganze erst interessant, weniger wäre auch hier mehr gewesen.
    Liebe Grüsse zentao

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  8. Namasté 🙂
    Religiöse Wertegefühle sind in der Regel ein Zeichen von Anhaftung. Ich bin mir nicht sicher, ob es heilsam ist, auf einer solchen Aktion herum zu reiten, oder ob man es nicht besser loslässt (damit ist nicht ignorieren gemeint, das wäre eine weitere – allerdings bedenkliche – Alternative).
    Ich kann mich an den Aufschrei vieeeeler Buddhisten erinnern, als die Taliban die Statuen von Bamiyan zerstörten. Die Anhaftung, welche sie (sowohl die Buddhisten als auch die Taliban) an diese Statuen hatten/haben, haben zu viel Leid und Hass geführt. Warum nicht einfach VERGEBEN? Vergebung ist die Kehrseite der Münze namens METTA (Liebende-Güte). Buddha lehrte, sich von Anhaftung (also dem Grübeln über und Persönlichnehmen von Sachverhalten) zu trennen und durch METTA zu ersetzen – das ist das 6. Glied des Achtfachen Pfades: Harmonische (oder ‚rechte‘) Anstrengung.
    Mit METTA & SMILES
    Phra Michael

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  9. Guten Tag
    Herr SoGen Ralf Boeck
    ich danke Ihnen für das vermitteln Ihrer Meinung zu diesem Buddha. Ich lebe Zen nicht so ernsthaft wie sie. Ich persönlich finde Ihre Briefe werden eine Gegenteilige Wirkung haben. Bisher galten Buddhisten als aufgeschlossen und tolerant, nach diesem Brief sind wir Buddhisten genauso engstirnig intolerant und dogmatisch wie Christen und Islamisten.
    Ich praktiziere Zen seit gut 20 Jahren und ich sehe das ganze eher von der Humorvollen Art. Man könnte auch so ein Kunstobjekt zum Meditationsmittelpunkt nehmen. Buddha selber nähme keinen Schaden.
    Liebe Grüsse zentao

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  10. Die Geschichte mit dem verbrannten Buddha wurde im Westen in erster Linie durch D.T. Suzukis „An Introduction to Zen Buddhism“ bekannt. Der Meister, um den es hier geht, ist Danxia Tianran (738-824). Die (von Suzuki nicht genannte) älteste Quelle ist das Zutang Ji (Aufzeichnungen aus der Halle der Vorfahren) von 953; dort liest sich die Geschichte so:

    ——————–
    Während er im Huilin-Kloster war, verbrannte Danxia an einem kalten Tag einen hölzernen Buddha, um die Kälte abzuwehren. Als ihn der Hauptmönch des Klosters dafür kritisierte, sagte der Meister: „Ich gebe ihm eine Feuerbestattung, um Reliquien (Sarira) zu finden.“ „Es ist nur Holz. Wie könnte es Reliquien enthalten?“ fragte der Hauptmönch. Danxia antwortete: „Wenn das so ist, worüber beklagst du dich dann?“ Als er sich Danxia näherte, fielen dem Hauptmönch die Augenbrauen aus.
    ———————

    Leute, die sich auf diese Geschichte berufen, so wie sie Suzuki überliefert hat, „vergessen“ regelmäßig, auch zu zitieren was Suzuki sonst noch dazu zu sagen hatte. Z.B. dies:

    „Was auch immer das Verdienst von Tanka [jap. für ‚Danxia] von einem reinen Zen-Standpunkt aus sein mag, so gibt es doch keinen Zweifel, dass solche Handlungen Tankas als überaus frevelhaft angesehen und von allen frommen Buddhisten vermieden werden müssen. Jene, die ein tiefes Verständnis von Zen noch nicht erlangt haben, könnten keine Anstrengung scheuen, um jede Art von Exzess und sogar Verbrechen zu begehen – und dies im Namen von Zen; aus diesem Grund sind die Klosterregeln sehr rigide, so dass der Stolz des Herzens vergehen möge und der Becher der Bescheidenheit bis zum Grund geleert wird.“

    Worum es in dieser Geschichte wirklich geht, zeigt der Ausspruch eines anderen Meisters, den Suzuki zitiert: „Wenn es kalt ist, sitzen wir am Herd mit dem brennenden Feuer. Wenn es heiss ist, gehen wir zum Bambushain am Fluss.“ Jemand fragte einmal Meister Hongzhi Zhengjue (1091 – 1157): „Es war Danxia, der den hölzernen Buddha verbrannte. Was hat der Abt falsch gemacht?“ Der Großmeister antwortete: „Der Abt sah nur den Buddha.“ Dann fragte der Schüler: „Und was ist mit Danxia?“ „Danxia verbrannte nur Holz“ antwortete der Großmeister.

    Nun sag mir: was ist der Unterschied zwischen dem Meister Danxia und dem ‚Künstler‘ Han Chong? Welche Kälte wehrt Han Chong ab, welche Wärme erzeugt er?

    Möglicherweise kann da ja ein anderer Meister etwas weiterhelfen, nämlich Linji (jap. Rinzai): „Wenn du die Leerheit der Ursachen und Bedingungen zu sehen vermagst, die Leerheit des Geistes, die Leerheit aller Erscheinungen; wenn der Geist in jedem Moment vollkommen still ist, entrückt und inaktiv, dann ist dies das Verbrennen der Sutras und Bilder.“

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  11. Und Du hast sicher mit Herrn Hang Chon gesprochen?! Pisst er auf die Statue oder hat er eine andere Interpretation? Für Deine Interpretation kannst Du ihn ja nicht verantwortlich machen.

    Wie dem auch sei, die Lehren Buddhas (und nicht die der Buddhisten) sind mir wichtig, Und dabei ist es mir egal, ob andere darauf pissen – wie dem besagten Zenpriester.

    Ach ja – und das mit dem Respekt. Früher habe ich ihn eingefordert und heute: Manchmal bekomme ich ihn und manchmal nicht. Beides ist für mich o.k., einfordern tue ich ihn nicht mehr.

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  12. >> Ich bin mir sicher, dass Buddha diese Briefe an das Kulturamt nicht geschrieben hätte.<> Buddha ist kein Gott. <> Buddhismus ist keine Religion (Erlösungsversprechen fehlt). <<

    Es gibt keine allgemeingültige Definition von 'Religion'. Es gibt viele Definitionen – unter einige fällt auch der Budhismus, unter andere nicht. Das "Erlösungsversprechen", das Du als Kriterium nimmst, ist allerdings in keiner der gängigen Definitionen von Religion das einzige Kriterium. Davon abgesehen, liegst Du hier auch falsch. Religionswissenschaftlich spricht man hier von "Soteriologie" – und die hat der Buddhismus sehr wohl. Zur Einführung: http://alturl.com/paeca (PDF-Dokument). Die "Erlösung", zu der der Weg buddhistischer Praxis führt, ist die Überwindung von duhkha, von Leiden, durch bodhi, das Erwachen. Was das nun allerdings alles mit den Briefen zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht. Es geht hier auch gar nicht um Blasphemie und erst recht nicht um "heilig oder unheilig". Es geht um Respekt.

    Ich erzähle Dir mal eine kleine Anekdote. Sie stammt, glaube ich, aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, als Zen in Amerika bei den Beatniks große Mode war. Wobei die meisten von ihnen Zen nur aus Büchern von Alan Watts kannten, bestenfalls hatten sie Daisetz Suzuki gelesen. Mit so einem Bild von 'Zen' im Kopf lief also solch ein Beatnik als Tourist in Japan herum, wo er auch einen Zentempel aufsuchte. Der Priester war gerade dabei, vor der Buddhastatue Sampai (Niederwerfungen) zu machen. Der Tourist sah sich das an und im Vollbewusstsein seines überlegenen Zenverständnisses fuhr den Zenpriester an: "Was verbeugst du dich vor einer Statue? Besser wäre es, auf sie zu pissen." Der Zenpriester lächelte und sagte: "Ich verbeuge mich. Du pisst."

    So weit so gut. Herr Han Chong pisst auf Buddha. Das ist seine Sache. Dass er dafür von der Stadt München – also aus Steuermitteln – bezahlt wird und ihm die Stadt München den Viktualienmarkt als Pissoir zur Verfügung stellt, eine andere. Wenn Du Dir die beiden Briefe noch einmal sorgfältig durchliest, wirst Du feststellen, dass es genau um diese "andere Sache" geht.

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  13. 2 offene Briefe der DBU an das Kulturreferat der Stadt München

    —————————
    21.05.2013

    Sehr geehrter Herr Dr. Küppers,

    mit erheblichem Befremden haben wir die Installation „Made in Dresden“ von Han Chong am Viktualienmarkt zur Kenntnis genommen, die dort noch bis zum 30. September ausgestellt werden soll. Befremdet vor allem, weil diese Skulptur nicht auf Privatgelände, sondern im öffentlichen Raum ausgestellt wird. Um so größer war unser Befremden, als wir erfahren mussten, das diese Aktion vom Kulturreferat der Stadt München darüber hinaus auch noch finanziell gefördert wird.

    So sehr wir die grundgesetzlich garantierte Freiheit der Kunst respektieren, so unverständlich ist es für uns doch, wenn tatsächliche oder nur als solche deklarierte „künstlerische“ Aktionen, die von den Angehörigen einzelner religiöser Gemeinschaften als Beleidigung und Herabwürdigung ihrer religiösen Überzeugungen empfunden werden müssen, von öffentlichen Stellen nicht nur durch die Genehmigung der Präsentation im öffentlichen Raum sondern sogar durch finanzielle Zuwendungen gefördert werden. In diesem Zusammenhang möchten wir sie höflich um Beantwortung folgender Fragen bitten:

    1. gab es im Kulturreferat vorab Überlegungen über die Empfindungen, die eine derartige Zurschaustellung eines religiösen Symbols in der Öffentlichkeit bei Buddhisten hervorzurufen geeignet ist? Wenn ja, welche?

    2. wurden seitens des Kulturreferats Vertreter buddhistischer Religionsgemeinschaften in Bezug auf diese Aktion angesprochen? Wenn ja, wer waren diese Personen und welche Stellung haben sie dazu bezogen?

    3. mit welchem Betrag fördert die Stadt München die Aktion „Made in Dresden“ von Herrn Han Chong?

    4. würde das Kulturreferat der Installation einer überlebensgroßen, umgestürzten Jesus- oder Marienfigur mit der Aufschrift „Made in Hongkong“ am Viktualienmarkt für fünf Monate zustimmen und diese künstlerische Aktion finanziell fördern? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, mit welchem Betrag dürfte man dann rechnen?

    In Erwartung einer baldigen Antwort,

    SoGen Ralf Boeck
    (i.A. des Rates der DBU)

    ————————————————
    28.05.2013

    Sehr geehrter Herr Dr. Küppers,

    zunächst möchten wir uns für die schnelle Reaktion auf unser Schreiben vom 21.05.2013 bedanken, jedoch dazu anmerken, dass eine Antwort nur dann sinnvoll ist, wenn sie auf die gestellten Fragen eingeht und sie nicht einfach ignoriert, wie Sie es in Ihrem ‚Antwortschreiben‘ tun. Sie beantworten keine einzige der vier von uns an Sie gerichteten Fragen, sondern versuchen uns stattdessen mit einer unerbetenen und völlig überflüssigen Erläuterung der in Frage stehenden Kunstaktion abzuspeisen.

    Seien sie versichert, dass auch in buddhistischen Kreisen Arnold Gehlens Diktum von der Kommentarbedürftigkeit moderner Kunst nicht gänzlich unbekannt ist und dass wir uns über das eher schlichte Konzept dieser Aktion kundig gemacht haben, bevor wir uns an Sie gewandt haben. Welche Relevanz nun die Tatsache, dass in Dresden Pseudoasiatika für den europäischen Markt hergestellt werden, für Münchener Bürger und Besucher dieser Stadt hat und ob ein Hinweis auf diese Tatsache der Münchener Stadtkasse einige hunderttausend Euro wert sein darf, diese Frage mögen Andere beantworten. Woran der Kontext dieser Aktion aber nicht das Geringste ändert, das ist die Tatsache, dass auf dem Viktualienmarkt unübersehbar ein religiöses Symbol im Straßendreck liegt. Ob dieses Symbol nun in Asien oder in Dresden, von einem nepalesischen Kunsthandwerker oder von Herrn Han Chong hergestellt wurde, ist dabei völlig irrelevant.

    Es ist nicht der mehr oder weniger zweifelhafte Sinn dieser Aktion, der von uns kritisiert wird – auch insofern liegt unsererseits kein Erklärungsbedarf vor – sondern das künstlerische Mittel Ihrer Ausführung; mit anderen Worten die Respektlosigkeit und die fehlende Sensibilität im Umgang mit einem religiösen Symbol, das in diesem Fall auch noch das Abbild eines von Millionen Menschen verehrten Religionsstifters ist. Selbst diese Respektlosigkeit wäre nach unserer Auffassung grundsätzlich im Hinblick auf die durch das Grundgesetz garantierte
    Freiheit der Kunst noch tolerabel. Eine Förderung aus öffentlichen Mitteln und die Zurschaustellung im öffentlichen Raum ist es aus unserer Sicht allerdings nicht mehr. Hier verletzt eine Behörde die ihr zur Pflicht gemachte weltanschauliche Neutralität.

    Sie lassen auf Ihrer Webseite zu dieser Aktion verlauten: „Die zahlreichen Touristen – nicht nur aus Asien – und die Münchnerinnen und Münchner werden mit Han Chongs temporärer Installation vielleicht einen neuen Blick auf den traditionsreichen Viktualienmarkt werfen.“ Nun – was deutsche Buddhisten angeht, von denen die DBU über 18.000 vertritt, so werfen diese nun vor allem einen neuen Blick auf die Münchener Stadtverwaltung und ihr Kulturreferat. Was die Touristen angeht, so sollten Sie sich vielleicht doch besser vorrangig Gedanken
    über Touristen aus Asien machen. Bitte machen Sie sich doch einmal kundig, wie etwa buddhistische Besucher aus Sri Lanka oder Thailand (um nur zwei Beispiele zu nennen) eine solche Installation empfinden. Bestenfalls als ignoranten Umgang mit einer fremden Kultur, eher als typisch postkoloniale Arroganz wenn nicht gar
    – ungeachtet der Nationalität des Künstlers – als ‚typisch deutsch‘ mit allen negativen Konnotationen. Wir denken nicht, dass dies im Sinn einer positiven Selbstdarstellung Münchens als einer weltoffenen Kulturstadt ist und fordern Sie daher auf, diese Aktion schnellstmöglich zu beenden. Die DBU behält sich ansonsten vor, in internationalen buddhistischen Presseportalen wie z.B. Buddhist Channel auf diese mehr als zweifelhafte Art der ‚Imagewerbung’ hinzuweisen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Sogen Ralf Boeck
    (i.A. des Rates der DBU)

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  14. Lieber Claude
    ich glaube schon lange an „keine“ Religion mehr vor 5 Jahren bin ich aus der Kirche ausgetreten und der Buddhismus/Zen lebe ich als Philosophie. Ich weiss dass ich eine begrenzte Zeit hier lebe und somit möchte ich auch etwas weiter geben und das tue ich mit meinem Blog. Die Idee von Buddha kann man auf verschiedene Art und Weise vermittel, wie diese Aktion in Berlin. Ich finde auch jeder soll auf seine Weise seinen Weg gehen.
    Liebe Grüsse zentao

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  15. Alle ist gut!

    Danke für Deinen Beitrag, er dient der Kommunikation untereinander und liegt damit über einem Glauben an eine Religion etc.

    ich verkaufe Buddhas in künstlerischer Weise aufgepusht…

    dazu habe ich सिद्धार्थ गौतम befragt. Was sagst Du zu meiner Arbeit von deinem Abbild?
    सिद्धार्थ गौतम kannte mich nicht und wollte wissen, worin meine Wirken begründet sei.
    ich antwortete; es ist mir eine innere Gesetzmäßigkeit, NICHT dass zu tun was alle machen sollen, dadurch musste ich als Kind oft Leiden und fand dann immer meine geistige Ruhe in der Natur und Tierwelt.
    Ich baute aus Steinen kleine Skulpturen und bemalte bereits mit 5 Jahren alles das ich in die Hände bakam, aus all dem, ist mein Wunsch ensprungen, dem Menschen mit meinen Bildern zu zeigen, das sie es immer schaffen, ihre Freiheit einzufordern, wenn sie sich nicht leugnen und an die Tätigkeit glauben, die sie am meisten lieben, egal ob die Gesellschaft sie so mag.
    Nun habe ich Dein Abbild in viele bunte farben getaucht und verkaufe davon Fotos und andere Produkte. Dass hält mich am Leben und gibt manchem anderen Menschen symbolischen Mut….
    सिद्धार्थ गौतम lachte und sagt zu mir; Du bist frech und mutig, deine Arbeit erzeugt Kommunikation mit anderen Menschen, ich freue mich daher von dir zu wissen.

    Nicht ich bin es der angebetet wird, es ist mein Weg, folge Deinem.
    सिद्धार्थ गौतम

    leider ist dass hier von mir fast zu persönlich, um es Allen mitzuteilen, aber ich könnte es erlebt haben;)
    (:laude

    „Das neue Haben ist teilen“

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  16. @facebook.com/norbert.glaab
    icc@norbert-glaab.de
    62.157.79.31
    Lieber Norbert
    ich denke es ist der Sinn der Aktion die Menschen Geistig zu bewegen, dass die Bewegung zuerst zur Erregung wird und erst nach einigem Nachdenken zur Beruhigung führt zur inneren Ruhe. Da bräuchte es noch ein Meditationshäppening wie ich in der Antwort an pixelspielerei anregte
    Liebe Grüsse zentao

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  17. Jede Meinung ist der Ausdruck der eigenen Wahrnehmung. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn Buddha auf diese Art jemanden zur Ruhe bringt oder sogar zum nachdenken, oder auch das Denken für einen Moment ausschaltet, hat es doch schon ein Wirkung. Buddha bedeutet ja „Erwachter“ er signalisiert, dass viel noch schlafen und träumen. 🙂 Mein Buddha zu Hause liegt auch.

    Gruss
    Norbert

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  18. @pixelspielerei
    Ich verstehe jeden, der das nicht in Ordnung findet doch genau diese Aufregung gibt der Provokation noch mehr Energie. Man könnte jetzt zwei verschiedene Aktionen machen, die 1. ein Häppening mit vielen Buddhisten die diese Statue zum religiösen Mittelpunkt machen bis die Initianten die Kunstaktion abbrechen und die 2. einfach ignorieren.
    Liebe Grüsse zentao

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  19. @Monika-Maria Ehliah
    monikamaria.wordpress.com
    ehliah@live.at
    178.190.123.101
    Liebe Monika
    Anregung zum Denken zum Nachdenken um darüber zu reden, ich meine ganz im Sinne von Buddha – der auch fand das wir nicht werten sollen. Es heisst ja im Titel „Buddha bewegt“
    Liebe Grüsse zentao

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  20. … egal wie auch immer ….
    Ich denke es regt zum nach-, zum weiter denken an und wo dies geschieht,
    können neue ER-kenntnisse geboren werden.
    Vielleicht ist Kunst in diesem Fall auch Anregung zum weiterdenken…
    Viele die dies jetzt sehen, reden darüber – denken ….
    Wenn diese Aktion nicht wäre, wäre Buddha momentan nicht so präsent.
    … in diesem Sinne – alles ist gut weil es ist.
    Mit Herz & Segen!
    M.M.

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  21. Ich finde das nicht in Ordnung. Die Buddha-Statue ist – wie Du geschrieben hast – in sitzender, meditierender Haltung erschaffen worden. Es gibt liegende Buddha-Statuen, da muss keine sitzende „entfremdet“ werden. Nein, mir gefällt das ganz und gar nicht!

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