4 Kommentare zu “das Leben – als Zen-Lehrer

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  2. Lieber Taigyo Gido
    wieder einmal mehr – Danke für Deine wertvollen Gedanken zu meinem bescheidenen Beitrag . Du bist ein richtig guter Lehrer – Wir sind alle auf dem Weg des Tao – der eine versteht ein wenig besser und der andere, erfährt so langsam um was es geht. Das schöne an so einem Blog – es dürfen alle Ihr Wissen weitergeben zum wohle aller
    Liebe Grüsse zentao

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  3. Es ist nicht leicht den Moment zu leben aber je öfters ich mich ermahne desto besser funktioniert es. Den Gedanken an die Zukunft versuche ich zu minimieren denn weiß ich ob ich es erlebe?!
    Achte darauf was du denkst…..Die Erkenntnis, das unsere Gedanken unser Leben bestimmen, stimme ich voll und ganz zu.
    liebe Grüße
    Wally

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  4. Wer auf einen zukünftigen Weg schaut, der erwartet die Zukunft, der ist nicht zufrieden mit dem was jetzt hier ist und er hofft, dass es im nächsten Augenblick besser sein wird als hier und jetzt. Dieses Verhalten ist für mich die Flucht in die Zukunft des Erwartens und eine Verweigerung des angebotenen Lebens. Der gegenwärtige Moment scheint daher für uns manchmal sogar zum Hindernis zu werden und so gibt es also die gedankliche Ebene des Wartens auf das Glück. Des passiven Wartens oder des aktiven Wartens. Nach dem Motto:

    „Wann werde ich das große Geld bekommen, was mich aus meinen Schwierigkeiten erlöst ???“

    oder

    „wann werde ich endlich von der Welt anerkannt ???“

    oder

    „Wann werde ich endlich glücklich sein ???“

    Wir erwarten das vollkommene Happyend unserer Lebensgeschichte, welches es jedoch so niemals geben kann. Es gibt keinen Moment in diesem Leben der das vollkommene und dauerhafte Glück hervorbringen kann. Wir erwarten die Erfüllung unseres Traumes und der Sehnsucht nach vollkommenem Glück daher in der Zukunft, die es gar nicht nicht gibt, denn Zukunft ist lediglich eine Idee und eine Gedankenillusion.

    Es gibt wirklich nur das ewige „Jetzt “

    Also muß das mit der Zeit alleine schon eine Mogelpackung sein, genauso wie es eine Mogelpackung sein muß, dass unsere Lebensgeschichte mit einem Happyend enden wird. Unser Lebensgeschichte endet immer mit dem Tod, denn das ist ein Gesetz und diese Tatsache ist für einige von uns alles andere als glücklich, weil wir uns davor fürchten. Genauso fürchten wir uns auch vor der Unbeständigkeit und der Vergänglichkeit, die doch auch ein Teil unserer Existenz ausmachen. Für uns gehört das Streben nach Sicherheit zu wichtigen Merkmalen unserer Vorstellungen, die wir so schnell nicht loslassen wollen.Doch sollten wir dann tatsächlich einmal etwas erreicht haben, was wir vollkommenes Glück nennen, dann brauchen wir nur ein wenig Zeit abzuwarten, um dann festzustellen, dass uns das, was uns so glücklich gemacht hatte, sich jetzt nicht mehr so glücklich anfühlt. Manchmal macht es uns dann nach einer gewissen Zeit sogar unglücklich. Die gedankliche Wanderung zwischen Vergangenheit und Zukunft und das Streben nach dauerhaftem Glück lenkt uns vom wirklichen Leben im Jetzt hier ab und wir pepassen das Leben wie es in diesem Moment gerade ist, denn wir tauschen Erleben gegen Denken, bzw. Nachdenken über unsere Leben und unser angepeiltes Glück ein. Vielleicht verpassen wir den wunderschönen Sonnenaufgang, der jetzt gerade stattfindet oder wir verpassen einen Moment der Begegnung. Solches Denken oder Nachdenken über unser verlorenes oder zu erreichendes Glück findet von alleine kein Ende, weil es immer dem Erfolg, also einem fiktiven Ende nachläuft. Es ist zu einer Parallelwelt und einem Paralelleben unserer Vorstellung geworden, also ein Märchen, für das wir uns so abstrampeln. Das wirkliche Leben können wir dabei nur am Rande beobachten, so ganz nebenbei, weil wir uns auf unsere eigene Geschichte konzentrieren, die wir uns immer wieder neu als Liebesgeschichte und ewiges Glück ausmalen. Wir warten auf ein Leben unserer Vorstellungen, welches so leider niemals kommen kann. Wenn wir es vielleicht irgendwann begreifen, stehen wir meist schon vor unserem Grab. Es muß schrecklich sein, wenn man dann feststellt, das Leben verpaßt zu haben. Viele Menschen im Alter berichten darüber, wie schnell doch das Leben vorbeigegangen ist. Wer dem Augenblick achtsam begegnet, der hat ein langes und intensives Leben und wenn er jung stirbt, war die kurze Zeit zumindest intensiv. Glück ist das Leben selbst und wie es geschieht. Ist es angenehm, dann können wir es genießen. Ist es unangenehm und mühselig, dann können wir daraus lernen und es anders gestalten. Es gibt ein kosmisches Gesetz und das heißt:

    „Guten Taten folgen gute Wirkungen und schlechten Taten folgen schlechte Wirkungen“

    Wir handeln mit unserem Körper, mit unserer Sprache und auch mit unseren Gedanken, also hüte Deine Zunge, kontrolliere Deinen Körper und achte genau darauf was Du zu Ende denkst, denn den Gedanken folgen die Worte und Taten, wie die Hyänen dem As.

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    Taigyo Gido

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