12 Kommentare zu “Begehren

  1. Lieber Gerhard
    Ja Du hast recht – doch all dieses Begehren macht Dich abhängig – Begehren tut Dein EGO – wenn Du EGO los bist, dann nimmst Du alles wie es kommt und wie es kommt ist so schon in Ordnung. Dann musst Du auch nicht mehr danach streben.
    Liebe Grüsse zentao

    Gefällt mir

  2. Liebe Claudia
    Du findest das nicht nicht soooo schwer? Es braucht aber Jahre an Meditation bis jemand richtig war nimmt was in seinem Kopf abgeht – bis jemand erkennt; dass da immer noch Wut ist. Was Du schreibst ist schon richtig, das ist aber nur das was wir zu Beginn lernen. Dabei bleiben und die Meditation regelmässig durchführen, auch an schlechten Tagen – erst recht…
    …und wenn es Dir morgen nicht einfällt, so hat es nicht sein müssen und Du hast wirklich Geld gespart – das ist auch meine Erfahrung
    Liebe Grüsse zentao

    Gefällt mir

  3. Ohne Begehren, das geht nicht.
    Man begehrt Achtung, man begehrt Respekt, man begehrt Freunde, ein neues Objekt usw.
    Ist die Frage, wie stark das Leiden ist. Quält einen Mißachtung, Ausgenutzwerden ect zu lange und zu stark, dann ist was nicht in Ordnung. Ansonsten: Leben und Leben lassen. Diese HEHRE Ziel der Egolosigkeit erreichen wie eh nicht. Wozu dann danach streben?

    Gefällt mir

  4. “ nicht greifen” ist ein nicht reagieren auf unsere Gedanken in unserem Kopf“

    ich finde das nicht soooo schwer. Es ist doch das, was man in der Meditiation übt, aber auch das, was man ganz selbstverständlich tut, wenn man „bei einer Sache bleibt“ – wie etwa einer Yoga-Übung, einer kreativen Arbeit etc. Irgendwelchen andere Impulsen, Gedanken und Gefühlen zu folgen wäre da ganz kontraproduktiv – also nimmt man sie nur zur Kenntnis und konzentriert sich wieder auf das Anliegende, für das man sich bewusst entschieden hat.

    Übrigens: „Nicht greifen“ kann richtig Geld sparen!!! Ich hab mir zur Gewohnheit gemacht, dem Impuls, etwas Bestimmtes zu brauchen und kaufen zu müssen, durchaus „eine Recherche lang“ nachzugeben, wenn die Sache „vernünftig“ erscheint. Aber bevor ich dann den Warenkorb fülle, stoppe ich und wende mich anderen Dingen zu. Mit dem Kalkül: wenn es wirklich nötig ist, wird es mir alsbald / morgen wieder einfallen und dann werde ich es kaufen.

    In den meisten Fällen gerät der vermeintliche Bedarf jedoch in Vergessenheit. Gut so! 🙂

    Gefällt mir

  5. Begehren gehört wie Ablehnung zum Leben, denn das Leben ist Ablehnung und Begehren. Mit jedem Atemzug begehren wir und die Vergänglichkeit bringt für jedes Lebewesen glückliche Augenblicke und leidvolle Erfahrungen. Alter Krankheit und Tod erfahren wir alle. Manchmal ist der Tod so fein, dass wir gar nicht wissen, wenn wir gerade Todeserfahrungen machen und dennoch begleiten uns die Erfahrungen von Leid in Form von Begehren und Ablehnung. Wichtig ist nur, dass wir Begehren und Ablehnung ihren angemessenen Platz zuweisen. Es ist nicht heilsam wenn Begehren und Ablehnungen in Form von Leid zu Hauptfiguren in unserem eigenen Film mutieren. Hat Leiden einen angemessenen Platz, so ist Leiden zu einem Teil des Ganzen geworden und verliert somit seine Prominenz.

    Gefällt mir

  6. Lieber Bertram
    das kenne ich auch – immer wenn ich in einem Beitrag, belehrend schreibe, so als würde ich das perfekt beherrschen, legt mir mein Innerstes, Stolpersteine auf meinen Weg, so etwa;“jetzt wollen wir mal schauen ob Du (also Ich ) das so gut kannst wie (DU ich )geschrieben hast. Da ich ja keinen Hund, ausser meinem inneren Schweinehund, habe höre ich so schlecht auf das bellen und meine innere Stimme ist oft noch sehr leise.
    Liebe Grüsse Erwin

    Gefällt mir

  7. Lieber Bertram
    ich danke Dir für Deinen so richtigen Kommentar. Ja diejenigen die kein Begehren mehr haben, die liegen alle auf dem Friedhof – Dein vergleich mit unserem inneren Schweine Hund mit einem Hund als täglicher Begleiter finde ich perfekt – ich schaue immer der Hundeflüsterer und es ist ja nicht der Hund der erzogen werden muss, es ist das Herrchen, das wieder die Führung übernehmen muss. Das mit dem Loben, ist das einzige richtige, wir sollten uns selber öfters loben.
    Liebe Grüsse Erwin

    Gefällt mir

  8. Gerade schreibe ich es noch und schon bin ich selber in die Falle getappt: Gestern habe ich bei einem Arzbesuch meine Versichertenkarte dort vergessen. Sofort verärgert weil man nicht kurz angerufen und daraf hingewiesen hat. Mein innerer Schweinehund hat das sofort bestätigt und laut gebellt, dass ich sofort dahin gehen soll un meinem Ärger Luft zu machen.
    Dort angekommen konnte ich keine Luft holen (glücklicherweise) um meinem Ärger Luft zu machen, sagte man mir, dass sie die mir die Karte per Post zugeschickt haben.

    So habe ich auf das Bellen gehört, war aber nicht achtsam und konnte somit auch keine „rechte Erkenntnis“ gewinnen. Unnötig gelitten!

    Gefällt mir

  9. Die, die keine Begierden mehr haben, liegen auf dem Friedhof (Kirchhof). Richtig ist, Begierde (Haben-Wollen) erzeugt Leid. Die Begierde kann ich nicht einfach durch einen (geistigen) Knopf abstellen. Ändern kann ich aber das momentane Leid. Und zwar durch die von Buddha empfohlene „rechte Erkenntnis“ im „Achtfachen Pfad“. Dazu wiederum brauche ich, wie Du richtig sagst Erwin, die „rechte Achtsamkeit“. Immer und immer wieder. Die Begierde kommt wieder und alles fängt von vorne an. Das ist Leben! Tag für Tag! Moment für Moment!

    Durch Übung wird es zwar (manchmal!) leichter – oder auch nicht.

    Ich muss immer lächeln, wenn empfohlen wird, den inneren Schweinehund zu überwältigen. Wer jemals einen treuen Hund hatte, weiß, dass das nicht klappt. Ein Hund will für seinen Besitzer immer das Beste. Die Begierde hält er für des Herrchens, Frauchens Beste. Und das verteidigt er. Hier gilt es achtsam zu sein, nachzudenken und die „rechte Erkenntnis“ zu gewinnen. Und das nächste mal bellt er wieder – der Schweinehund. Lobe ihn dafür!

    Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.